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Oktober 2008

Expertenrunde für Green Logistics

Emissionen in Logistiknetzen bewerten

Die LOCOM Consulting GmbH hat eine Expertenrunde zum Thema "Bewertung von Emissionen in Logistiknetzen" ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen die Teilnehmer aus Wirtschaft und Forschung eine Planungs- und Bewertungsbasis schaffen, auf der Logistikentscheider ihre Green Logistics-Strategie aufbauen können.

LOCOM Consulting

Beratungsleistungen
zu den Themen
Logistik, Ökologie
und Emissionen:
» Grüne Logistik

Mehr Klimaschutz und weniger Emissionen – Politik und Gesellschaft fordern die Logistikbranche zum Handeln auf. Um Einsparpotentiale gezielt zu nutzen, benötigen Logistikentscheider eine Planungsgrundlage mit aussagekräftigen Emissionsdaten.

Die Anforderungen der Verlader und Dienstleister an Werkzeuge zur Emissionsberechnung sind entsprechend hoch. Sie fordern transparente und detailliert nachvollziehbare Ergebnisse mit validen Emissionsfaktoren. Transportmittel, Fahrzeugtypen und multimodale Lösungen sollen differenziert berücksichtigt werden. Ein Ziel der Verlader ist es, Emissionen verursachungsgerecht einzelnen Sendungen zuzuordnen.

Teilnehmer der Expertenrunde für Green Logistics

Die Initiative bringt Vertreter aus Wirtschaft und Forschung
an einen Tisch, v.l.n.r. Melanie Gaus, Volker Klohr (LOCOM)
und Wolfram Knörr (ifeu)

Diesen Aufgaben stellten sich die Teilnehmer des Workshop am 22. September 2008 im Hause LOCOM. Die Vertreter aus Wirtschaft und Forschung bewerteten die Zusammenarbeit als sehr bereichernd und werden in weiteren Workshops und Projekten an grünen Lösungen für die Logistik arbeiten.

Die Universität Karlsruhe (TH) ist mit dem Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung (IWW) und dem Institut für Fördertechnik und Logistik (IFL) an der Kooperation beteiligt. Weitere Forschungsvertreter kommen vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), dem Institut für Transportwirtschaft und Logistik der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) und der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Darüber hinaus nahmen das Logistikunternehmen Kühne + Nagel sowie die Verkehrsplaner PTV AG an der ersten Runde der Initiative teil.

Symbiose von Ökologie und Ökonomie

Herr Prof. Dr.-Ing. Furmans vom IFL zeigte im Rahmen seines Vortrags zum Forschungsprojekt LogoTakt, dass die Verlagerung von Verkehren auf die Schiene aus ökologischer und aus ökonomischer Sicht Potenzial haben kann. Herr Dr. Liedtke vom IWW stützte diese Position, da der Straßenverkehr zukünftig deutlich teurer werde. Die Fahrerlöhne und Treibstoffpreise steigen und es sei darüber hinaus mit einer zunehmenden Internalisierung externer Kosten zu rechnen. Im Gegensatz zur bisher reinen Mautdifferenzierung nach Schadstoffausstoß wird so der gesamte durchschnittliche kilometrische Mautsatz ansteigen. Frau Ass. Prof. Dr. Riebesmeier, WU Wien, hob in diesem Zusammenhang die Schwierigkeit hervor, externe Kosten wie für CO2-Emissionen monetär zu bewerten. Sie empfiehlt dem Transportgewerbe dennoch, frühzeitig auf eine umweltorientierte Transportstrategie zu setzen und diese Neuausrichtung als Innovationstreiber und Imagefaktor zu nutzen.

Bewertungsmethoden für Emissionen

Als eine mögliche Bewertungsgrundlage stellte die Forscherin von der WU Wien die CO2-Kummertabelle vor, mit der sich die CO2-Emissionen im österreichischen Straßengüterverkehr berechnen lassen. Herr Knörr vom ifeu präsentierte das Emissionsmodell TREMOD, das die Datengrundlage für die Emissionsberichterstattung der Bundesregierung liefert. Auf diesen Daten basiert EcoTransIT, ein Service für Verlader, der für einzelne Sendungen einen Emissionsvergleich verschiedener Verkehrsträger liefert.

Auch der Veranstalter LOCOM integriert ökologische Bewertungsmethoden in seine Planungswerkzeuge. Jürgen Schulz, Geschäftsführer der LOCOM Consulting GmbH, wies in diesem Zusammenhang auf die Probleme der Datenverfügbarkeit sowohl auf Seite der Logistik als auch auf Seite der Ökologie hin. Darüber hinaus stellte er das Dilemma dar, in dem sich Unternehmen aufgrund wechselnder politischer Prioritäten befinden. Nach jahrelanger Fokussierung auf Schadstoffemissionen mittels der Euro-Normen stehen nun Treibhausgase im Vordergrund. Da beide Reduktionsziele schwierig vereinbar seien, sehen sich Unternehmen mit einem Zielkonflikt konfrontiert.

Aktiver Beitrag für den Klimaschutz

Teilnehmer beim Pflanzen einer Linde

Als aktiven Beitrag zur Reduktion von CO2 pflanzten die Teilnehmer gemeinsam mit dem Karlsruher Bürgermeister Klaus Stapf eine Linde. Zukünftig wird dieser Baum täglich mit ca. 30.000 Blättern so viel CO2 in Sauerstoff umwandeln, dass es für 10 Menschen zum Atmen reicht.

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Aktuelle Presse über LOCOM

DVZ, 15.12.2011
Hartmann überarbeitet Logistiknetz – Medizinproduktanbieter nutzt Softwaretool für die Standort- und Routenplanung

LOG.Letter 12/2011
Green Logistics bei Lorenz Snack-World
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ipw - The magazine for the international pulp and paper industry, 11-12/2011
Green Logistics – between options, benefits and window dressing
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